Mövenpick verkauft Hotels

Image result for Mövenpick verkauft HotelsDas traditionsreiche Unternehmen Mövenpick, das seinen Sitz in Baar im schweizerischen Kanton Zug hat, hat seine Hotelsparte für einen Preis von 467 Mio. Euro verkauft. Dabei erwarb der französische Konzern Accor die Hotels des schweizerischen Unternehmens für diese Summe. Zuletzt war der Konzern vor allem durch den Tod seines Gründers ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.

Die an der Börse notierte Mövenpick AG verfügt dabei aktuell über fast 20.000 Mitarbeiter, die gemeinsam einen Umsatz von fast 1,6 Mrd. Schweizer Franken im Jahr generieren. Neben Hotels gehören vor allem Restaurants sowie Weine und Lebensmittel zum Portfolio der Schweizer. Dabei waren die vergangenen Jahre für den Konzern von einem stetigen Auf und Ab gekennzeichnet. Erst in den vergangenen Jahren stabilisierte sich der Umsatz merklich und führte auch zu besseren Zahlen beim Gewinn des Konzerns.

Accor erwarb dabei insgesamt 84 Hotels mit mehr als 20.000 Zimmern. Die Häuser sind dabei sowohl in Europa als auch dem Mittleren Osten, Afrika und Asien angesiedelt. Sieben Hotels haben ihren Standort in Deutschland. Die Hotelsparte ist die mitarbeiterintensivste des Schweizer Konzerns, hier arbeiten rund 16.000 Angestellte. Der Deal umfasst dabei ausdrücklich nicht die drei anderen Geschäftsbereiche der Schweizer AG. So sollen Fine Foods, Mövenpick Wein und Marché International im Konzern verbleiben.

Der Schritt kommt für Experten der Branche relativ überraschend. Nach der Konsolidierung der vergangenen Jahre hatten nun wenige mit einem Abstoßen der Hotelsparte durch den Konzern gerechnet. Es ist aber ein logischer Schritt in Bezug auf die aktuellen Entwicklungen am Markt. So macht die Konkurrenz zwischen großen Playern unter den Hotels und neuen Konkurrenten wie Airbnb es kleineren Häusern wie Mövenpick schwer, am Markt weiterhin zu bestehen. Der Verkauf erfolgte damit zu einem guten Zeitpunkt, da so noch ein angemessener Preis erzielt werden konnte. Das erlöste Geld kann nun durch den Konzern in die bestehenden Sparten investiert werden und soll so den Bestand des Unternehmens weiter sichern. Ob diese Strategie Erfolg bringt, bleibt dabei abzuwarten.