Die WM hilft russischen Hotels

Russland gehörte in den vergangenen Jahren, wirtschaftlich betrachtet, sicherlich nicht zu den globalen Gewinnern. Die Rezession im Land, verbunden mit der Schwäche des heimischen Rubels, haben dazu geführt, dass die wirtschaftliche Situation des riesigen Flächenstaates nicht gerade rosig aussieht. Darüber hinaus krankt das Land an seiner eigenen großen Geschichte. Spielte es Jahrhunderte lange auf der großen Bühne der Welt mit, ist es nun eine Mittelmacht, die diesem Anspruch militärisch und finanziell nicht mehr gerecht wird. Ein letztes Aufbäumen war sicherlich die Besetzung der Krim, die durch die Europäische Union und die USA nicht sanktioniert wurde.

Image result for Die Welt zu Gast bei FreundenNun hat das Land mit der Ausrichtung der FIFA WM die Chance erhalten, in der Welt neue Sympathien zu sammeln. So erhofft man sich den Zustrom von Millionen Touristen ins Land, die von einer negativen Meinung über Russland geheilt werden sollen. Diese Leistung war bereits Deutschland im Jahr 2006 gelungen, als die WM unter dem Motto “Die Welt zu Gast bei Freunden” ausgerichtet wurde.

Für den Markt der Hotels in Russland ist die Ausrichtung eines solchen Großereignisses dabei eine einmalige Chance, wieder wirtschaftlich in die schwarzen Zahlen zu gelangen. So spült die WM Millionen an Touristen ins Land, die sonst wohl nie nach Russland gekommen wären. Dies führt dabei zu extrem gestiegenen Einnahmen für die Häuser. So werden 1,5 Mio. Touristen aus dem Ausland erwartet, die natürlich irgendwo unterkommen wollen und bereit sind, bei ihrem Aufenthalt in einem fremden Land viel Geld für ihr Wohlergehen auszugeben.

Dementsprechend gut ist die Stimmung bei den heimischen Hoteliers auch während der WM. So steigt die Auslastung der Hotels gerade in den großen Städten wie Moskau und St. Petersburg aktuell auf neue Höhen. Ganze 75 % zählt etwa die Szene der Hotels in der Hauptstadt Moskau. Generell wird das Land dabei bei Touristen immer beliebter und lockt immer mehr Personen aus dem Ausland an.